Κυριακή 1 Δεκεμβρίου 2019

Mitteilungen der Österreichischen Schmerzgesellschaft

Erratum zu: Dronabinol bei geriatrischen Schmerz- und Palliativpatienten
Erratum zu:
Schmerz 2019
https://doi.org/10.1007/s00482-019-00408-1
Im ursprünglich veröffentlichten Beitrag wurde in Abb. 3 eine fehlerhafte Legende dargestellt. Sowohl in der Online- als auch der Printversion des Beitrags wurde der Fehler behoben.
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President's Corner (Mitteilungen der SPS)

Mehr Schmerzassessment bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz!

Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie – quo vadis?

Mitteilungen der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.

Effektivität von Biofeedback bei Patienten mit chronischem Rückenschmerz

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen sollte möglichst im Rahmen interdisziplinärer multimodaler Schmerzprogramme erfolgen, zu deren festen Bestandteilen Entspannungsverfahren zählen. Aufgrund der unzureichenden Studienlage konnte die Nationale VersorgungsLeitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz in Deutschland bisher keine Empfehlung für Biofeedback als Entspannungsverfahren bei chronischem Rückenschmerz geben, sodass auch die Krankenkassen die Therapiekosten bis dato nicht übernehmen.

Methode

In einer Studie an 10 Patienten mit chronischem nichtspezifischem Rückenschmerz sowie 10 hinsichtlich Alter und Geschlecht vergleichbaren gesunden Kontrollen wurde der Einfluss einer zweiwöchigen Biofeedbackentspannungstherapie untersucht. Erfasst wurden „Wohlbefinden“, „Ausmaß depressiver Verstimmung“ und „schmerzbedingte Behinderung“ anhand dreier psychometrischer Tests (KAB, ADS, PDI), die Schmerzintensität mittels NRS, Biofeedbackmessparameter selbst sowie Stressparameter im Blut (Noradrenalin, Kortisol, MMP-2).

Ergebnisse

Die Entspannungsreaktion konnte anhand der Biofeedbackmarker nachgewiesen werden. Die Behandlung führte zu einer Besserung von Schmerzintensität, Wohlbefinden, dem Ausmaß an depressiver Verstimmung und schmerzbedingter Behinderung. Die Ergebnisse korrelieren mit einer Verminderung der Noradrenalin- und MMP-2-Spiegel im Blut, wohingegen sich für Kortisol keine Veränderungen zeigten.

Schlussfolgerung

Biofeedbackentspannung ist ein geeignetes Verfahren in der Behandlung chronischer nichtspezifischer Rückenschmerzen und sollte vermehrten Einsatz in der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie finden.

Schmerzgeschehen bei nichtauskunftsfähigen ambulant versorgten Pflegebedürftigen

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Selbstauskunft ist der Goldstandard zur Schmerzerfassung. Dies ist jedoch bei nichtauskunftsfähigen Menschen nicht zuverlässig möglich. Mittel der Wahl ist demzufolge die Beobachtung des Verhaltens, um das Schmerzgeschehen einzuschätzen. Pflegekräfte setzen häufig aufgrund mangelhafter Expertise kein Instrument zur Schmerzbeobachtung bei dieser vulnerablen Zielgruppe ein. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel der vorliegenden Untersuchung, das Schmerzgeschehen nichtauskunftsfähiger Pflegebedürftiger ab dem 65. Lebensjahr im Setting der ambulanten Pflege zu erfassen.

Material und Methoden

Die vorliegende Querschnittstudie basiert auf Daten des Projekts ACHE – einer Studie zum Schmerzmanagement bei älteren Pflegebedürftigen in der häuslichen Versorgung. Von 355 Pflegebedürftigen mit chronischen Schmerzen wurden 81 (22,8 %), die nicht zur Selbstauskunft fähig waren, mittels einer Skala zur Beurteilung von Schmerzen bei Demenz (BESD) beobachtet.

Ergebnisse

Die Studienpopulation (n = 81) ist hochaltrig (MAlter = 84,2 Jahre), weiblich (77,8 %) und verwitwet (50,0 %). Bei 61,7 % der Pflegebedürftigen wurden schmerzbezogene Verhaltensweisen festgestellt. Der mittlere BESD-Score lag bei 2,8 ± 2,5 (Range 0–8), wobei ein signifikanter Unterschied im Ergebnis der Beobachtung in Ruhe (M = 1,7 ± 2,5) und unter Mobilisation (M = 3,4 ± 2,3) identifiziert wurde (p = 0,001). Lediglich 21 Pflegebedürftige der Untersuchungsgruppe wurden in den letzten 4 Wochen vor der Studie einem Schmerzassessment unterzogen.

Diskussion

Die Ergebnisse zeigen eindeutig ein Defizit in der regelmäßigen Durchführung der Schmerzerfassung bei nichtauskunftsfähigen Pflegebedürftigen in der ambulanten Pflege. Der Einsatz einer Beobachtungsskala ist in diesem Setting dringend angeraten und ein erster Schritt zur Optimierung des Schmerzmanagements. Dabei sollte stets versucht werden, bei routinemäßiger pflegerischer Mobilisation zu beobachten.

Schmerzerfassung bei Patienten mit Demenz

Zusammenfassung

Die Schmerzdiagnostik bei älteren Menschen mit kognitiven Defiziten sollte immer aus der Erfassung des subjektiven Schmerzberichts und einer strukturierten Fremdbeobachtung des Schmerzverhaltens bestehen. Hierbei ist zu beachten, dass der subjektive Schmerzbericht mit Zunahme der kognitiven Einbußen (ab mittlerem Demenzschweregrad) zunehmend invalide wird. Die Fremdbeobachtung des Schmerzverhaltens sollte mindestens die drei Verhaltenskategorien Mimik, Körperbewegungen und Lautäußerungen umfassen und vergleichend während Ruhesituationen und der Verrichtung von Aktivitäten des täglichen Lebens erfolgen. Hierbei sollte der Patient bzw. die Patientin mindestens 3 min beobachtet werden. Zur Schulung in der Fremdbeobachtung von Schmerzverhalten stehen mittlerweile Online-Trainings zur Verfügung.

Unentdeckte Os-coccygis-Fraktur bei Patientin mit Fibromyalgiesyndrom

Zusammenfassung

Der vorliegende Fall beschreibt eine 46-jährige Patientin mit unentdeckter Os-coccygis-Fraktur bei bekanntem Fibromyalgiesyndrom (FMS). Die Heterogenität des Symptomkomplexes bei FMS mit chronischen Schmerzen in mehreren Körperregionen sowie vegetativen und funktionellen Störungen, psychischer und körperlicher Erschöpfung und/oder Schlafstörungen birgt die Gefahr von unentdeckten muskuloskeletalen Komorbiditäten, besonders wenn diese selten sind und hauptsächlich durch Schmerzen symptomatisch werden. Im vorliegenden Fall wurde erst durch zahlreiche frustrane Therapieversuche der Fokus letztendlich nach 14 Monaten entdeckt. Die Kokzygodynie konnte schließlich nach konservativer Therapie bei klarer Ursache unabhängig vom Fibromyalgiesyndrom durch eine Kokzygektomie als Ultima Ratio beseitigt werden. Nichtsdestotrotz sollte bei schmerzhaften Komorbiditäten bei FMS dringend beachtet werden, dass es sich hier um Patienten mit chronischer Schmerzstörung handelt, die eine zentrale Schmerzverarbeitungsstörung aufweisen. Insbesondere im Hinblick auf Operationsindikationen ist diese stets kritisch zu hinterfragen und sollte nur gemeinsam mit den Patienten nach ausgereizter konservativer Therapie in Erwägung gezogen werden.

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